Projektportfoliomanagement

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Das Ezine von Resolve Consultants und David Jakob

Resolve Business News

Ausgabe 1. Dezember 2006

In dieser Ausgabe:

 


Neuigkeiten
 

Endlich ist der Umzugstress vorbei! Meine Tochter hat als erstes gefragt: "und liebt ihr euch noch?" Klar! Eigentlich waren wir so gut organisiert, dass es weniger als eine Woche dauerte, bis wir so weit eingeräumt hatten, dass wir schon Bilder aufhängen konnten.

Die weitere Neuigkeit ist, dass ich bis im neuen Jahr diesen Newsletter von England aus schreiben werde, da ich dort geschäftlich unterwegs bin und gleichzeitig auch meine dort lebende Familie besuchen werde.

Als letztes: das Thema "Projektportfoliomanagement" beschäftigt mich immer mehr. Darüber werde ich einiges schreiben. Deshalb werden wir auch unserer Homepage bis Ende Jahr einen angepassten Fokus geben.


Kommentar
 

Spannende Zeiten! Das Spannungsfeld zwischen den technologischen Entwicklungen und ihrem Einsatz finde ich immer wieder interessant. Das hatte mich als Schulabgänger bewegt, einen Job in der Elektronikindustrie zu suchen. Ich hatte sogar das Glück, in der ersten Hewlett-Packard-Fabrik ausserhalb der USA zu arbeiten. Das war in England. Meine Schutzbrille wurde mir von Dave Packard persönlich ausgehändigt! Damals war H-P bekannt für Taschenrechner und Messgeräte, welche in dieser Fabrik auch produziert wurden. Leider hat die Firma später entschieden, nach Schottland umzuziehen, da sie expandieren wollte und dies in unserer Kleinstadt (Bedford) nicht möglich war. Wer weiss, was ich gemacht hätte, war ich auch nach Schottland umgezogen?

Später arbeitete ich in einem Rüstungsunternehmen - was ich heute nicht mehr machen würde - wo ich an der Entwicklung eines analogen Computers mitmachte. Das war im Jahr 1967. Dieser Computer arbeitete mit Drehrädern, welche ein Objekt (Rakete) in 3D steuerten.

Das war eigentlich auch die Zeit, als ich als Hippie in der Landschaft herumzureisen anfing. Das Spannungsfeld konnte ich damals nicht bewältigen. In den späten 70er Jahren setzte ich mich mit Mikroprozessoren auseinander und lernte dabei zu programmieren - was mir auch keine grosse Freude macht - und seit den 80er Jahren arbeite ich mit Computern jeder Grösse, um meine Aufgaben zu erledigen.

Die Entwicklung in diesem Technologiebereich ist unglaublich rasant. Mein erster Computer war ein Sinclair ZX81, mit 1K Memory und Anschluss an einen Kassettenspieler als Harddisk, sowie einen Anschluss an einen alten Schwarz-weiss-Fernseher als Bildschirm. So erstelltete ich mit BASIC ein Programm, das meine Ex-Frau bei der Berechnung von astronomischen Werten unterstützte für ihre Tätigkeit als Astrologin. Dabei sass meine 1-jährige Tochter auf meinem Schoss und schaute mir zu. Vielleicht konnte sie deshalb mit 2 Jahren schon ihre ersten Wörter schreiben.

Welten! Heute ist der Computer in jedem Haushalt und vom Büro nicht wegzudenken. Aber damals wurde ich noch als Spinner betrachtet. Wieder das Spannungsfeld. Heute bin ich froh darüber. Dank diesem frühen Start habe ich jede Phase in der Computer- und Telekommunikationsindustrie mitgemacht und kann mich in diesem Umfeld gut behaupten. Aber, ich muss immer dazu lernen. Ich bin dafür dankbar, dass ich eine lebenslängliche Wissensbegierde habe. Und jetzt zum Thema...


Projektportfoliomanagement
 

Was ist Projektportfoliomanagement? Wie im ersten Abschnitt angekündigt, werde ich vermehrt auch diesem Thema Zeit widmen. Deshalb werde ich Ihnen erklären, was dieses Thema beinhaltet and wieso ich mich damit beschäftige.

Einfach gesagt: Projektportfoliomanagement könnte auch als "Topfmanagement" beschrieben. Mit diesem Topf ist das Budget gemeint, das in einem Unternehmen für die Projektentwicklung und -realisierung vorgesehen ist.

Es ist einfach eine Tatsache, dass in jedem Unternehmen mehr Projekte auf dem Zeichnungsbrett existieren als es Ressourcen gibt für ihre Realisierung. Uns fehlt es nicht an Ideen, vielmehr fehlen die menschlichen Ressourcen und das Geld, um diese Ideen zu realisieren. Wenn uns das klar wird - und das braucht ja nicht viel - taucht die Frage auf: für welche Projekte sollte ich denn Geld und Zeit ausgeben? Diese Prioritätenfrage ist deshalb so schwierig, weil jedes Projekt oder jede Idee ganz anders ist als jedes andere. Wie, fragt man sich, kann ich entscheiden, wenn ich Äpfel mit Birnen vergleichen muss? Gibt es einen gemeinsamen Nenner, der mir beim Entscheiden helfen kann, oder muss ich alles einfach nach Gefühl machen, mit der Hoffnung, es kommt schon gut? Die bekannteste Ebtscheidungsmethode nennt sich "Dezibelmanagement": wer am lautesten schreit, erhält das Geld.

Ein Unternehmen, in dem das Management wirklich besorgt ist, die knappen Ressourcen richtig einzusetzen, möchte nicht beim Dezibelmanagement bleiben. Deshalb greift man zum Projektportfoliomanagement. Dieses wird seit Jahren in Finanzinstituten angewendet, welche ein Portfolio von verschiedenen Aktien als Gesamtpaket anbieten. Auch in vielen Industrien ist der Begriff bekannt im Zusammenhang mit den Produktgruppen, welche zusammen ein Portfolio bilden.

Portfoliomanagement basiert auf der gemeinsamen Bewertung der einzelnen Teile des Portfolios, nach vereinbarten Kriterien. Das bedeutet, dass diese Kriterien bestimmt werden müssen, basiert auf Gemeinsamkeiten der Teile. Ein klares Kriterium bilden die Kosten. Im Projektgeschäft können wir sicher sein, dass die Projekte Kosten verursachen. Weniger sicher ist, ob sie auch Gewinn bringen. In gewissen Fällen schon, z.B. bei der Entwicklung, Einführung und Vermarktung eines neuen Produktes. Weniger klar ist es, wenn es darum geht, eine Produktionsmaschine auszutauschen oder zu ersetzen. Ein zweites Kriterium, das jedes Projekt betrifft, ist das Risiko, ob das Projekt das geplante Ziel erreichen wird oder nicht.

Projektportfoliomanagement ist die Kunst, aus einer heterogenen Gruppe von Projekten eine homogene Gruppierung zu gestalten, die es dem Management erlaubt, gute Entscheide zu treffen bei der Bewertung der Vorhaben und bei der Verteilung von knappen Ressourcen, ob Geld oder Know-how.

Mehr zu diesem Thema in der nächsten Ausgabe. Wenn Sie dieses Thema interessiert, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Wenn Sie möchten, dass wir über ein anderes Thema berichten, lassen Sie uns wissen.


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